Regionalverband Bodensee-Oberschwaben

Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben ist Träger der Regionalplanung für das Gebiet der Landkreise Bodenseekreis, Ravensburg und Sigmaringen.

Mehr unter www.rvbo.de

Mitglieder der Grünen-Fraktion im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben vom Bodenseekreis

Stand Juli 2019

Grüne und ÖDP: Ja zur Windkraftnutzung, Nein zum Kiesabbau im Altdorfer Wald

09.07.2020

Die Fraktion von B90/Die Grünen und ödp im Regionalverband setzt sich für den verstärkten Schutz des Altdorfer Waldes ein. „Wir wollen weiträumigeren Grundwasserschutz und keinen weiteren Standort zum Kiesabbau im Altdorfer Wald“, stellen die Fraktionsvorsitzenden Ulrich Walz aus Bad Wurzach und Ulrike Lenski aus Salem fest. Die Schaffung eines Landschaftsschutzgebietes „Altdorfer Wald“ sei hingegen nicht geeignet, den geplanten Kiesabbau zu verhindern. Vielmehr würde es die Ausweisung von potentiellen Standorten für den dringend erforderlichen Ausbau der Windenergienutzung verhindern.

ie Absicht des Landratsamtes Ravensburg und der Gemeinden Baienfurt und Baindt, die Grundwasservorkommen im Altdorfer Wald durch Ausweitung des Wasserschutzgebietes besser zu schützen, sei ebenso zu begrüßen wie die Ausweisung weiterer herausragender Stellen im Altdorfer Wald als Naturschutzgebiet zur Bewahrung der Artenvielfalt. „Eine Petition für die Schaffung eins Landschaftsschutzgebietes Altdorfer Wald oder die Ausweisung als Biosphärengebiet sehen wir jedoch kritisch“, sagt Walz. Nach heutigem Stand könne dies nicht verhindern, dass weitere Teile des Altdorfer Waldes als Vorranggebiete oder Vorbehaltsgebiete zur Sicherung von Kiesabbau verplant werden. Die Option auf eine Nutzung von Windkraft dürfe man jedoch keinesfalls verwehren. Das wegen zunehmender Trockenheit bedingte Waldsterben – deutlich sichtbar auch im Altdorfer Wald - sei Besorgnis erregend. Dem könne nur durch eine konsequente Energiewende begegnet werden. „Das Naturjuwel Altdorfer Wald nimmt keinerlei Schaden, wenn in seinem Bereich an windgünstigen Standorten regenerative Energie geerntet wird, die wir für den dringend benötigten Klimaschutz benötigen“, meinen Lenski und Walz.

Zur Gesamtfortschreibung des Regionalplans hat die Fraktion in die Sitzung des Planungsausschusses am 1. Juli Anträge zur Reduktion des Kiesabbaus und der Förderung des Recyclings einerseits und zum großräumigen Schutz des Grundwassers andererseits eingebracht. Trinkwasserquellen müssten demnach weiträumig ausgebaut und geschützt werden. Der zunehmende Nitratgehalt in den Trinkwassergewinnungsstellen und die abnehmenden Grundwasserstände der letzten Jahre in den Brunnen unserer Region stellten ein ernstzunehmendes Problem dar. Der Schutz des Grundwassers habe höchste Priorität vor dem weiter ausgeweiteten Abbau von Rohstoffen. Der Abbau von Rohstoffen müsse zurückgehen. „Nachhaltig handeln heißt, für nachfolgende Generationen die Grundlagen für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu erhalten - diesem Grundsatz fühlen wir uns verpflichtet“, betonen die Fraktionsvorsitzenden.

Grüne Fraktion kritisiert fehlende Nachhaltigkeit in der derzeit vorgelegten Fortschreibung des Regionalplans

04.05.2020

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen und ödp im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben und ihre neugewählte Fraktionsspitze (Ulrike Lenski aus Salem und Dr. Ulrich Walz aus Bad Wurzach) üben massive Kritik am Entwurf zur Fortschreibung des Regionalplans 2020.

Sie halten den bisherigen Entwurf für nicht zukunftsfähig. Ein „Immer-weiter-so“ beim Flächenverbrauch, beim Hintenanstellen des Arten- und Naturschutzes und bei der Rohstoffsicherung sei keine, auf nachhaltiges Wirtschaften ausgerichtete Planung. „Wir erwarten von einem Plan, der die Regionalentwicklung bis in die Mitte des 21. Jahrhunderts bestimmt, dass er künftigen Generationen noch eine Gestaltungs- und Entwicklungschance lässt, anstatt ihnen ökologische und ökonomische Lasten zu hinterlassen“, betonen die Fraktionsvorsitzenden Ulrike Lenski und Ulrich Walz.

Eine zukunftsfähige Regionalplanung bedeute für die Fraktion daher in erster Linie ein klimagerechter und nachhaltiger Regionalplan.

Pressemitteilung hierzu

Schreiben an den Regionalverband

Fraktion von Grünen und ödp im Regionalverband wählt Doppelspitze

Sept. 2019

Auf ihrer konstituierenden Sitzung hat sich die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen und ödp eine Doppelspitze gegeben: Roswitha Pohnert aus Schmalegg und Jürgen Lang aus Bavendorf führen die Fraktion, die nach den Kommunalwahlen im Mai auf vierzehn Personen angewachsen ist, in die zehnte Sitzungsperiode. In den kommenden fünf Jahren wird der neue, bis 2035 gültige Regionalplan rechtsverbindlich aufgestellt. Inhaltlich möchte die Fraktion den Ausbau der erneuerbaren Energien in den drei Landkreisen des Regionalverbandes beschleunigen. Beim Verbrauch von Ressourcen, insbesondere von freien Flächen und von Rohstoffen, plädieren Grüne und ödp für moderatere Ansätze als bisher vorgesehen. In Verkehrsfragen haben Fußgänger, Fahrräder, der Öffentliche Nahverkehr und die möglichst durchgängig elektrifizierte Bahn Vorrang vor neuen Straßen. Beim Klima-, Umwelt- und Naturschutz hoffen die Grünen und die ödp auf einen breiten Konsens quer durch alle Fraktionen.

Antrag B90-Die Grünen vom 12. Juli 2019

Die Verbandsversammlung beschließt, dass im neuen Regionalplan für den Rohstoffabbau in der Region Bodensee-Oberschwaben ein Bedarfsansatz von 8,1 Mio. t pro Jahr festgesetzt wird.

 

Anbei der komplette Antrag zum Nachlesen.

Salems Gesicht im Jahr 2035

Grüne Verbandsmitglieder informieren sich vor Ort

21.03.2018

Mitglieder der Fraktionsgemeinschaft aus Grünen und ödp in der Regionalverbandsversammlung machen sich gemeinsam mit Martin Hahn (Kreisrat und Mitglied des Landtages, Dritter von rechts) und Gemeinderäten aus Salem und Überlingen vor Ort ein Bild über geplante Gewerbegebiete. Hier – südlich von Salem unweit von Buggensegel - soll nach Wunsch der Gemeinde der noch bestehende Grünzug weiteren Gewerbeflächen weichen.

 

Zum Pressebericht