Ortsverband Friedrichshafen

Erfolgreicher erster Plastikfastenstammtisch

Wir sind gestartet: tolles Ambiente im Amicus und 4 plus 2 Teilnehmer*innen haben die ersten Ideen ausgetauscht. Und wir wollen weiter machen; Euch alle mitreißen auf diesem Weg der Müllbefreiung!      

RhineCleanUp Friedrichshafen: Unsere See- und Strandputzete (14. September 2019, 9:00 - 13:00)

Wir beteiligen uns an der internationalen RhineCleanUp-Aktion und werden am 14. September 2019 von 9:00 bis 13:00 gemeinsam das Bodenseeufer von Müll säubern. Weitere Details findet ihr im Abschnitt Termine.

Mitgliederversammlung (10. September 2019, 19:00)

Am 10. September 2019 findet ab 19:00 unsere nächste Mitgliederversammlung statt. Wir treffen uns im Café Karamell in der Paulinenstraße 20.

Alle Mitglieder und Interessierten sind herzlich eingeladen!  

Plastikfastenwoche (7. bis 14. September 2019)

Eine Woche ohne Plastik? Geht das denn überhaupt? 

 

Gemeinsam wollen wir ein Experiment wagen: Wie lässt sich Plastikverbrauch reduzieren? Auf was können wir ganz einfach verzichten? Wo versteckt sich Plastikmüll, wo wir ihn bisher übersehen haben? Wie erkennt man eindeutig, was Einweg- und was Mehrwegflaschen sind? Was kann man selbst herstellen? Wo findet man Produkte unverpackt? 

 

Mit täglichen Tipps und Herausforderungen möchten wir uns gegenseitig weiterbringen.

Aktuell freuen wir uns besonders über Menschen, die bereit wären, ein bisschen mitzubloggen, quasi öffentlich Plastikfastentagebuch zu schreiben. 

 

Bei Interesse und Fragen meldet euch bei uns per E-Mail an info@gruene-fn.de :)    

Mitmachen beim Stadtradeln

Die Stadt Friedrichshafen beteiligt sich vom 22. Juni bis 12. Juli an der bundesweiten Aktion "Stadtradeln". Der Ortsverband hat eine Gruppe "GrüneFN“ erstellt. Mitmachen können alle, die in Friedrichshafen oder den Ortsteilen wohnen. Ziel ist es, in diesem Zeitraum möglichst viele Kilometer zu erradeln.

Für die Wertung ist es unerheblich, ob die Kilometer im Stadtgebiet oder außerhalb erradelt wurden, Klimaschutz macht nicht an Stadtgrenzen halt.

Es wäre schön, wenn möglichst viele Häfler sich der Gruppe GrüneFN anschließen.

Was ihr dazu tun müsst (außer Fahrradfahren)?

Jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin muss sich

a) registrieren oder

b) die gefahrenen Kilometer per E-Mail oder telefonisch an Frank Heimpel-Labitzke melden.

a) Die Registrierung läuft über die Stadtradeln-App (iOS oder Android) oder über die Stadtradeln-Homepage. Dort bitte die Gruppe GrüneFN auswählen.

b) Wer nicht so internetaffin ist, kann die gefahrenen Kilometer für die Gruppe GrüneFN direkt an Frank Heimpel-Labitzke melden. Ihr könnt ihm per E-Mail (radeln@epunkte.de) oder auch per Telefon (0151 50424229) Eure geradelten Kilometer durchgeben. Er trägt sie dann für Euch in die Gruppe ein.

Viel Spaß beim Stadtradeln!  

Grüne werden zweitstärkste Fraktion im Häfler Gemeinderat

Bei der Wahl des Gemeinderats am 26. Mai haben die Grünen 20,4 Prozent der Stimmen erhalten und werden damit zweitstärkste Kraft im neuen Gemeinderat, dessen konstituierende Sitzung am 24. Juli stattfindet.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen, die uns ihre Stimmen gegeben haben und ihr Vertrauen in uns setzen!  

Gewählt wurden Anna Hochmuth (10.416 Stimmen), Christine Heimpel (8.782 Stimmen), Ulrich Heliosch (8.413 Stimmen), Regine Ankermann (7.704 Stimmen), Felix Bohnacker (7.655 Stimmen), Stephanie Glatthaar (7.061 Stimmen), Gerhard Leiprecht (6.301 Stimmen) und Dr. Maren Schwarz-Erfurth (6.108 Stimmen).

Verteilung unseres Flyers

Aktuell verteilen wir unseren Flyer an ca. 21.000 Haushalte in Friedrichshafen.

Gerne möchten wir den Wähler*innen einen Überblick über die Kandidat*innen und das Programm geben.Gleichzeitig respektieren wir selbstverständlich, wenn Sie in Ihrem Briefkasten keine Werbung haben möchten.

Wenn Sie also "leer" ausgegangen sein sollten, dürfen Sie sich gerne bei einem unserer Infostände in den kommenden Wochen an uns wenden. Alternativ können Sie den Flyer auch als PDF-Version herunterladen.

Wir freuen uns, wenn Sie bei der Kommunal- und Europawahl am 26. Mai 2019 wählen gehen!  

Friedrichshafen entwickeln: für das Gemeinwohl und mehr Lebensqualität!

Auftakt für die Kommunal- und Europawahlen am 26. Mai 2019

Am heutigen Ostersamstag sind wir Grüne in Friedrichshafen bunt und mit großer Freude in den Kommunal-und Europawahlkampf gestartet. 

Gemeinsam haben wir zahlreiche, bunte Bio-Eier an die Marktbesucher*innen verteilt und uns auf den kommenden Kommunal- und Europawahlkampf bei sonnigem Wetter eingestimmt. 

Von Quoten, Kohlekraftwerken und Körperidealen Podiumsgespräch über Feminismus in Europa

Am Mittwochabend lud der Grüne Ortsverband ins Casino des Kulturhauses Caserne ein. Zu Gast waren Ricarda Lang, Bundessprecherin der Grünen Jugend und Europakandidatin auf Platz 25, sowie Viktoria Kruse vom Landesvorstand der Grünen Baden-Württemberg. Anna Hochmuth, Spitzenkandidatin der Häfler Grünen in der kommenden Kommunalwahl, moderierte das Gespräch.

Friedrichshafen (Lena Reiner/pm)„Ich habe erst bei der Grünen Jugend verstanden, dass das nicht mein persönliches Problem ist“, erinnerte sich Ricarda Lang, als sie ihren Weg zum Feminismus beschrieb. Es habe immer „konkrete Erfahrungen“ gegeben: in der Schule die Ungleichbehandlung durch Lehrer von Mädchen und Jungs, beim Ausgehen die Regeln, wie sie sich kleiden dürfe und die Angst, dass einem jemand etwas in den Drink schütte. Erst im Kollektiv der Grünen Jugend habe sie das richtig einsortieren können; als Sexismus und systematische Benachteiligung von Frauen.

Viktoria Kruse ging es ähnlich: auch sie sei erst durch den Eintritt in die parteipolitische Jugendorganisation zum Feminismus gekommen: „Politisiert haben mich ursprünglich die Themen Flucht und Asyl.“

Am Mittwochabend jedenfalls sprachen die beiden mit Anna Hochmuth über Feminismus und welche Rolle er für und in Europa spielt. Dabei ging es um die ganz großen Themen wie den Schutz ungeborenen bzw. werdenden Lebens und die kleinen alltäglichen Dinge, die Frauen aufgrund ihres Geschlechts widerfahren.

„Sogar wenn ich Kilowattstunden zu Kohlekraftwerken angab, handelten die Kommentare darunter von meinem Körper“, erinnerte sich Lang an die Reaktionen, die folgten, als sie politisch in die Öffentlichkeit trat. Sie hatte sich auf Debatten eingestellt, auf inhaltliche Diskussionen, auch solche, die etwas härter verlaufen würden. Nicht gerechnet hatte sie damit, dass sie ständig auf ihren Körper reduziert werden würde. „Ich habe es versucht zu ignorieren, bis ich gemerkt habe, dass ich mich dadurch immer mehr zurückhalte und zurückziehe“, schilderte sie. Heute spreche sie ganz offen an, was ihr passiere, denn: „Es ist wichtig, dass wir uns Räume erorbern und nicht mundtot machen lassen.“

„Ich war eine der Ersten, die dir dann geschrieben hat: Ja, genau! Endlich sagt es eine!“, kommentierte Kruse und verriet, dass sie hier die Gesprächspartnerin als Vorbild entdeckt habe.

Die beiden waren sich einig, dass es für die Beseitigung des strukturellen Sexismus nicht nur politische Maßnahmen brauche, sondern auch die Solidarität unter Frauen. Die Fähigkeit zur Solidarität käme vielen Frauen nämlich im Kampf gegen alltägliche Diskriminierung abhanden. Dabei sei sie wichtig, um dem vorherrschenden System etwas entgegenzusetzen.

Für Europa wünschte sich Lang übergreifende Gesetze, auch zum Thema Abtreibungen. „Da wir die Freizügigkeit haben, kann man sowieso nicht verhindern, dass Frauen Abtreibungen vornehmen. Es geht vielmehr darum, ob sie dabei dann auch medizinisch betreut werden oder es heimlich tun müssen, um nicht bestraft zu werden.“, ergänzte Kruse.

Auch zum Thema Frauenquote und Parität in der Politik hatten die beiden eine gemeinsame Position: Auch hier bedürfe es einer europäischen Lösung, um tatsächlich demokratische Europawahlen zu ermöglichen. Dabei gehe es keinesfalls um eine Bevorzugung von Frauen, betonte Lang: „Wir müssen Frauen die Steine aus dem Weg räumen, damit sie erst einmal denselben Weg wie die Männer vor sich haben, den sie gehen können.“  

Podiumsdiskussion zum Brexit mit Europakandidatin Anna Cavazzini

Vertreter*innen der SPD, FDP, der Grünen und der Linken debattierten über den Brexit und Europa.

Zumindest auf dem Podium herrscht Einigkeit über Brexit

Am Montagabend fand im Colsmann-Forum der Zeppelin Universität eine Podiumsdiskussion rund um den Brexit und die Europawahl statt. Zu Gast waren Anna Cavazzini (Bündnis 90/Die Grünen), Luca Baumann (SPD), Jan Olsson (FDP) und Sander Frank (Die Linke).

Während das Einstiegsthema „Brexit“ derzeit nicht nur Großbritannien sondern die gesamte EU in Atem zu halten scheint, herrschte darüber auf dem Podium überraschend große Einigkeit. FDP-Europakandidat Jan Olsson plädierte für ein zweites Referendum oder zumindest einen Aufschub, während die Grüne Europakandidatin Anna Cavazzini die Sorge äußerte, letztlich mit Abgeordneten im Parlament zu sitzen, die dort gar nicht mehr sein wollten. Sie verwies auf eine Prüfung durch den Deutschen Bundestag, die ergeben habe, dass die britischen Abgeordneten auch im Falle eines Brexits die vollen fünf Jahre im Amt bleiben würden. Gleichzeitig sprach auch sie sich für ein zweites Referendum aus, denn selbst wenn es zum selben Ergebnis führen werde, so sei dieses dann wenigstens „eine echte Entscheidung“ und legitimiert. Alle Podiumsgäste waren sich nämlich einig, dass beim der ersten Referendum die Informationslage für die Abstimmenden mangelhaft gewesen sei. „Da ist viel Frust aber auch Potenzial“, urteilte Cavazzini abschließend. Sie ist sich sicher, dass die Debatte um den Brexit nicht folgenlos bleiben und eine Umstrukturierung des großbritannischen politischen Systems haben werde. Luca Baumann wollte sich diesem Urteil nicht anschließen: „Für Neuwahlen braucht es immerhin eine Zweidrittelmehrheit. Ich glaube nicht, dass es so einfach zu einer Neujustierung kommt.“ Außerdem bedauerte er, dass der Europawahlkampf von der Brexitdebatte überschattet werde statt über die Zukunft Europas nachzudenken. Damit war es an der Zeit, in der Podiumsrunde über Visionen und Zukunftspläne nachzudenken. Olsson wünschte sich mehr Transparenz und ein echtes Parlament. „Transparenz ist gut. Da frage ich mich allerdings, wieso die FDP gegen das Lobbyregister gestimmt hat“, konterte Cavazzini und erlaubte sich dabei die einzige echte Spitze der gesamten Podiumsdiskussion. Anschließend stimmte auch sie in einigen Punkten mit dem FDP-Kandidaten überein: Darin etwa, dass die EU ein echtes Parlament brauche. Einigkeit herrschte zwischen Frank, Cavazzini und Baumann außerdem darüber, dass es eine sozialere Europapolitik brauche; etwa mit einer verbindlichen Mindestsicherung: „Es gibt einige Länder, die nichts Vergleichbares wie Hartz4 haben.“ Olsson hingegen äußerte, er verstehe nicht, wieso man das nicht den Nationalstaaten überlassen könne, es gebe keinen Mehrwert in einer europaweiten Regelung. Überhaupt plädierte er für die Devise: so viel Europa wie nötig, während die übrigen Gesprächsteilnehmer gesamteuropäisch dachten. Frank brachte neben dem Thema Klimaschutz, das alle als wichtig anerkannten, noch die Seenotrettung ins Spiel und die Unterstützung auch ziviler Rettungseinsätze, während Cavazzini betonte, man müsse mehr legale Einwanderungsmöglichkeiten bieten, damit niemand gezwungen sei, die gefährliche Überfahrt anzutreten.

Was blieb, war die gemeinsame Hoffnung auf eine gute Zukunft Europas und der Wunsch aus dem Publikum, dass mehr Fraktionen dem Beispiel der Grünen folgen sollten, „damit man weiß, was genau mit der eigenen Stimme passiert.“ Diese sind nämlich die einzigen, die auf Europaebene als Fraktion ein gemeinsames Programm verfasst haben. Stimmen für andere Parteien unterstützen unter Umständen nicht absehbare Ziele durch weniger homogene Fraktionsentscheidungen.  

8.4.2019: Susanne Bay (MdL) zu Besuch am Allmand-Carré

Die wohnungspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion fand großes Interesse am neuen Allmand-Carré.

Am Montag, den 8.4.2019, bekam das Allmand-Carré, Besuch von den beiden Landtagsabgeordneten Susanne Bay (Heilbronn), Martin Hahn (Bodenseekreis), der Co-Ortsvorsitzenden der Friedrichshafener Grünen, Anna Hochmuth sowie den beiden Gemeinderät*innen Stephanie Glatthaar und Gerhard Leiprecht. 

Erst kürzlich, im Jahr 2017, entstand hier das Allmand-Carré mit 97 neuen Wohnungen (davon 39 Senior*innenwohnungen und einer WG). Neben einer energetischen Renovierung (KfW-Standard 70) überzeugt es auch durch einen Mietpreis unterhalb denen der regionalen Anbieter*innen, Barrierefreiheit und eine gute Infrastruktur. 

Die Resonanz fällt bei allen Anwesenden sehr positiv aus. 

Stadtrundgang zeigt: Friedrichshafen braucht mehr Grün, ganz wörtlich

Am Dienstag fand ein von Sieglinde Ege vom Grünen Ortsverband initiierter „Grüner Punkt“ als Stadtrundgang statt. Im Mittelpunkt der Begehung des Innenstadtbereichs stand die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und ein Austausch über konkrete Vorschläge dazu. Die Begehung diente hierbei zur Feststellung und genauen Betrachtung des Ist-Zustandes. Als Orientierung dienten unter anderem die Bürgerwünsche, die im Rahmen des ISEKProzesses eingesammelt wurden, erklärte die Initiatorin. Außerdem brachte sie selbst ihre Expertise als jahrelange Einzelhändlerin und Stadtforumsmitglied ein. Die kleine Tour begann am Adenauerplatz, denn: „das ist das Herz der Stadt“. Weiter ging die Gruppe Interessierter vom Adenauerplatz über den Kirchplatz, den „Wilhelmsplatz“ und Buchhornplatz bis an den Hafenbahnhof. An jedem der Orte wurden konkrete Punkte benannt, die für einen größeren „Wohlfühlfaktor“ sorgen könnten: Am Adenauerplatz wünschten sich die Anwesenden „Belebungsmöglichkeiten“, also gastronomische Betriebe, die sich auch für junge Menschen und Studierende eignen. Ein Teilnehmer merkte an: „Das Pflaster hier ist nicht rollstuhlgerecht.“ Die Neugestaltung könne man direkt mit einer Verschönerung verbinden; etwa einem Zeppelinmosaik. Am Kirchplatz sah Ege Gestaltungspotential, gerade auch durch die bereits vorhandenen Blumenbeete. Der Gang über den Buchhornplatz wiederum rückte den Einzelhandel in den Fokus: Hier wurde der Wunsch laut, mehr auf inhabergeführte Geschäfte zu setzen als auf „gesichtslose Ketten“. Schließlich am Romanshorner Platz waren die Stadtmöblierung und die Bepflanzung das größte Thema. Auch die (mangelnde) Sauberkeit kam zur Sprache und: „Die Sitzbänke müssen dringend renoviert werden.“ Ein Konsens der Anwesenden, der sich durch die Veranstaltung zog war, dass die Stadt ganz wortwörtlich „mehr Grün“ benötige: farblich abgestimmte und jahreszeitlich passend bepflanzte Rabatten, mehr Bäume in der Fußgängerzone, eine Bepflanzung der Plätze und vielleicht auch begrünte Fassaden. Mehr Grün sei gerade angesichts des Klimawandels ein wichtiger Aspekt, waren sich die Teilnehmer am Stadtrundgang einig.

„Europa ist hier zu Hause“ – grüne Spitzenkandidatin für Baden Württemberg in Friedrichshafen zu Gast

Auf Einladung von Bündnis 90 / Die Grünen in Friedrichshafen kam Anna Deparnay-Grunenberg aus Stuttgart. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat von Stuttgart und Europakandidatin der Grünen stellte sich der Diskussion mit den gut 40 Gästen im bis auf den letzten Platz gefüllten Nebenraum des Café im Rathaus.  Es stellte sich eine erfahrene und kompetente Sachpolitikerin vor, die im Erfahrungsaustausch zu den Themen: Gemeinwohlökonomie in der Kommune, wirksame grüne Kommunalpolitik und ein Europa für uns Alle, überzeugen konnte.  

Schnell wurden Gemeinsamkeiten in den Erfolgen der Grünen in Stuttgart und Friedrichshafen deutlich. Zugleich konnten A. Deparnay-Grunenberg und G. Leiprecht Erfahrungen austauschen, wie grüne Themen Mehrheiten finden können und stellten gleichzeitig fest, wie hoch die Erwartungen der Bürger*innen an eine Fraktion sind, die doch keine Mehrheit für sich darstellt. Dieser Herausforderung wolle man sich aber in jedem Fall weiter stellen.  

Anna Deparnay-Grunenberg, Tochter einer Französin und eines Deutsch-Schweizers, hat an diesem Abend deutlich gemacht, dass Europa längst Alltag ist und uns viele Selbstverständlichkeiten gar nicht mehr bewusst sind. Als langjährige Kommunlapolitikerin wusste sie zu berichten, dass der Rahmen für uns zu Hause in Europa festgelegt wird (Klimaschutz kennt bekanntlich keine Grenzen). Ihre Motivation ist in Europa zu wirken, indem Ihre Kommunalerfahrungen für eine konkrete Umsetzung von z.B. Verkehr, Klimaschutz, Energiewende und Landwirtschaft eingebacht werden können. Die Grünen haben ein europaweites 12 Punkteprogramm verabschiedet. So können die Wähler*innen sicher sein, dass in Straßburg die europaweite Grünenfraktion dies auch umsetzen wird. „Bei der EVP dagegen besteht das Risiko, dass ohne Ausschluß europafeindlicher und nationalistisch orientierter Fraktionsmitglieder wie z.B. der Fidesz aus Ungarn deutsche Stimmen für CDU/CSU gar nicht so wirken wie man sich das in Deutschland vorstellt.“ führt A. Deparnay-Grunenberg weiter aus. Europa ist darüber hinaus für sie das große Friedensmodell. Und es waren sich alle Anwesenden einig, dass wir den Frieden und die Freiheit in unserer Generation zu lange für unumstösslich gehalten haben; man müsse dagegen für das Miteinander kämpfen und die demokratischen Werte verteidigen.   

Sehr interessiert hat die Vertreter der lokalen Gruppe des Gemeinwohlökonomievereins und der Grünen, wie erfolgreich die Piloten in den Eigenbetrieben der Stadt Stuttgart fortgeschritten sind und über die Wirtschaftsförderung der Stadt mittels einer Stelle Nachhaltigkeitsmanagement aktiv Unternehmen unterstützt. „Ein wirklich gutes Beispiel, welches Anlass sein sollte, auch im Bodenseekreis und Friedrichshafen schnell nachzueifern!“ kommentierte Thomas Henne von der Gemeinwohlökonomie. Besonders hervorgehoben hat Anna Deparnay-Grunenberg den Einfluß der öffentlichen Beschaffung auf das Gemeinwohl. Ein Drittel der Wirtschaftsleistung entfalle auf die öffentliche Hand, insofern liegt hier ein großer Hebel zur Einhaltung sozialer und ökologischer Standards über den Einkauf von Waren und Dienstleistungen. An diesem Abend wurde nochmal deutlich, dass nicht das billigste Angebot, sondern das Beste genommen werden kann, wenn die Vergabekriterien entsprechende Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmerkmale aufweisen. „Eine Aufgabe für den Gemeinderat und die Stadtverwaltung,“ wie auch Gerhard Leiprecht von der Fraktion der Grünen in Friedrichshafen fand. Zu guter Letzt wurden alle Gäste eingeladen einen Selbsttest zur eigenen Gemeinwohlbilanz zu machen, um so bei sich selbst anzufangen und nicht auf die große Politik zu warten.

Politischer Vormittag am Graf-Zeppelin-Gymnasium: "Herausforderungen der Zukunft"

Schwerpunkte waren der Klimawandel und Populismus

Am Freitag, den 15.02.2019, fand wieder der alljährliche Politische Vormittag am Graf-Zeppelin-Gymnasium mit einer Podiumsdiskussion und einer anschließenden Parteienmesse statt. Für Bündnis 90/Die Grünen saß unser Co-Ortsvorsitzende Felix Bohnacker auf dem Podium.

Bei der anschließend stattfindenden Parteienmesse waren wir ebenfalls gut vertreten (siehe Bild). Bei den zahlreichen Jungwähler*innen war unser Quiz über europa- und kommunalspezifische Themen sehr beliebt. 

Wir freuen uns schon sehr auch im nächsten Jahr wieder dabei sein zu dürfen. 

Ansturm auf die Listenplätze

Am 29. Januar hat der grüne Ortsverband seine Nominierungsveranstaltung abgehalten. Während andere Parteien und Gruppierungen Schwierigkeiten haben, ihre Listen voll zu bekommen, war das Interesse bei den Grünen groß. 

Bis auf Ralf Lattner kandidieren alle momentanen Gemeinderäte wieder für ein Mandat. Teilweise mussten sich die erfahrenen Politiker*innen gegen neue Gesichter durchsetzen. An der Spitze stehen mit Anna Hochmuth und Felix Bohnacker die beiden jungen Ortsvorsitzenden.

 

Gemeinderat, Listenplätze 1-40:      

1.  Anna Hochmuth 

2.  Felix Bohnacker

3.  Regine Ankermann

4.  Ulrich Heliosch

5.  Christine Heimpel

6.  Gerhard Leiprecht

7.  Stephanie Glatthaar

8.  Gökhan Kahraman

9.  Maren Schwarz-Erfurth 

10. Jochen Reiter 

11. Sieglinde Ege

12. Walter Zacke

13. Dagmar Mader

14. Felix von Kienlin

15. Barbara Wagner

16. Tim Horras

17. Odette Lassonczyk

18. Mehmet Uzun 

19. Katrin Bojarski

20. Ulrich Ettenhofer

21. Natascha Acikgoez

22. Markus Hener

23. Simone Kegelman

24. Matthias Klemm

25. Helga Michelberger

26. Hüda Tuzlu 

27. Christine Küsel

28. Karl-Heinz Sander

29. Gisela Roleder

30. Volker Dunz

31. Iris Steger

32. Martin Emmert 

33. Katrin Klemm

34. Günter Weber

35. Sabine Wetzel

36. Martin Frei-Borchers

37. Sabine Proll

38. Wolf-Rüdiger Schepkowski

39. Sarah Kessler

40. Franz Labitzke

 

Gemeinderat, Nachrücker*innen-Plätze:

41. Annemarie Kersting

42. Dagmar Buggle

43. Sabine Lienhard

44. Silvia Presser

45. Christine Wolzen

 

 

Kreistag, Listenplätze 1-22:

1.  Christa Hecht-Fluhr

2.  Ralf Lattner

3.  Helga Michelberger

4.  Tim Horras

5.  Simone Kegelmann

6.  Jochen Reiter

7.  Sabine Proll

8.  Gökhan Kahraman

9.  Katrin Klemm

10. Gerhard Leiprecht

11. Sabine Wetzel

12. Wolf-Rüdiger Schepkowski

13. Sarah Kessler

14. Arno Kleiß

15. Andrea Dressler

16. Peter Dressler

17. Silvia Presser

18. Roland Küsel

19. Renate Huser

20. Felix Bohnacker

21. Anna Hochmuth

22. Frank Labitzke

 

Kreistag, Nachrücker*innen-Plätze:

23. Silja Klein

24. Christine Küsel 

25. Ulrich Heliosch

 

Aufbruchstimmung im OV

Mit viel Tatendrang nimmt der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen die bevorstehenden Aufgaben in Angriff. Ein wichtiges Thema wird der Kommunalwahlkampf sein.

„Wir werden in diesem Jahr die Schlagzahl zu erhöhen und noch präsenter zu werden“, kündigte Vorsitzender Felix Bohnacker an. Im vergangenen Jahr hätte der Bundestagswahlkampf viel Zeit in Anspruch genommen. Wahlkampf soll auch in diesem Jahr eine große Rolle spielen. Für die im Frühjahr 2019 anstehende Kommunalwahl hat sich deshalb bei der Versammlung am Freitag eine Wahlkampfkommission gegründet, die noch im Februar ihre Arbeit aufnehmen will. Der frühere Ortsvorsitzende Matthias Klemm sagte zu, seine Erfahrungen einzubringen.

Zuvor hatte Vorsitzender Felix Bohnacker ein „bewegtes Jahr in großer und kleiner Politik“ Revue passieren lassen. Dazu gehörten auf Ortsebene unter anderem ein „grüner Punkt“ mit der Bundestagsabgeordneten Agnieszka Brugger über „Friedenspolitik in unfriedlichen Zeiten“, der traditionelle Kulturuferhock, eine Aktion zum Parking Day, bei der aus Parkplätzen ein Straßencafé „gezaubert“ wurde und eine Radtour zur B 31-Baustelle. „Interessanterweise haben 100-Prozent-Gegner und 100-Prozent-Befürworter gemeinsam teilgenommen“, berichtete Gerhard Leiprecht, Stadtrat und Beisitzer im Ortsvorstand. Während der Versammlung wurde des Öfteren Kritik laut, dass bei Planungen auf Bundes-, als auch auf Landes- und Kommunaler Ebene nicht der gesamte Verkehr berücksichtigt und entsprechend mit finanziellen Mitteln bedacht, sondern vor allem dem Autoverkehr gefördert werde. „Im Stadtverkehr wird bei 1,5 Millionen hin- und her diskutiert, bei der B 31 gibt man für 7,8 Kilometer fast 200 Millionen Euro aus“, verdeutliche er das Ungleichgewicht.

Ähnliches wusste Matthias Klemm aus der Regionalversammlung zu berichten. Er kritisierte, dass in auch zukünftig die Gelder in Straßenbau- und nicht in Verkehrsplanung fließe. Die Windenergie werde in den Landkreisen Bodenseekreis, Ravensburg und Sigmaringen ebenfalls vernachlässigt. „Es wird keine Windräder bei uns geben“, bedauerte er den Verzicht auf die Öko-Energie.

In seinem Bericht über die Fraktionsaktivitäten freute sich Leiprecht über die große Resonanz der Veranstaltungen zu Baugemeinschaften und Fußverkehr. Mit Themen, die die Fraktion bewegt und beschäftigt habenstieß er eine angeregte Diskussion unter den Teilnehmern an. Eines dieser Themen war der Prozess zum „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK), der aus grüner Sicht sehr positiv verlaufen sei: „Die grünen Themen waren in den Workshops sehr hoch oben angesiedelt und sind von den Bürgern untermauert worden“, berichtete Stadtrat Ulrich Heliosch.

 

Fazit des Abends, bei dem eine Aufbruchstimmung zu spüren war: „Mit unserer Politik können wir – wenn auch in kleinen Schritten – viel bewirken“, brachte es ein grünes Mitglied auf den Punkt. Einziger Wermutstropfen des Abends: Der vakante weibliche Vorstandsposten konnte nicht neu besetzt werden.

 

Finanzwende – Den nächsten Crash verhindern

Sind seit der großen Finanzkrise 2008 die richtigen Schritte unternommen worden? Sind die Gefahren des Finanzsystems gebannt? Oder sind die Niedrigzinsphase, die weiter vorhandene Schieflage vieler Banken in Europa und die immens steigenden Immobilienpreise und Mieten Anzeichen der weiter schwelenden Krise? Mit diesen Fragen befasst sich der Finanzexperte der Grünen, der Bundestagsabgeordnete Dr. Gerhard Schick am 17. August in Friedrichshafen.

Zusammen mit Sven Giegold und Udo Philipp hat der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion das Buch „Finanzwende – Den nächsten Crash verhindern“ geschrieben. Am Donnerstag, 17. August, ist Gerhard Schick auf Einladung des Kreisverbands der Grünen Bodenseekreis ab 19 Uhr in der Buchhandlung Fiederer, Wilhelmstraße 19, in Friedrichshafen zu Gast. Gerhard Schick stellt das viel beachtete Buch vor, liest einige Passagen und spricht über das Thema „Post-Wachstum“. Der Eintritt zur politischen Lesung ist frei.
In ihrem 150 Seiten dicken Taschenbuch beschreiben die Politiker der Grünen detailliert, warum namhafte Banken jederzeit erneut in große Schwierigkeiten rutschen könnten. 392 Milliarden Euro hat der deutsche Staat seit 2008 eingesetzt, um deutsche Banken zu stützen. 225 Milliarden Euro sind als Folgelast der Finanzkrise am Staat hängen geblieben und haben die Staatsschulden vergrößert. Und die Gefahr einer neuen Finanzkrise ist real – davor warnt das Buch. Präzise erklären die drei Autoren die Versäumnisse der Politik seit dem letzten Crash 2008 und sie beschreiben wie wenig große Banken, Versicherungen und Schattenbanken gezügelt worden sind. Als Lösung schlagen die Politiker der Grünen einen „Green New Deal“ vor: Nachhaltige Investitionen, die die Realwirtschaft stärken.


Grüne fordern klaren Impuls für die Elektrifizierung der Bodensee-Gürtelbahn

Im Rahmen ihres Grünen Punkts haben die Häfler Grünen mit Interessierten über Mobilität in der Region im Jahr 2030 diskutiert.

 

Ulrich Bauer aus Wangen i.A. hat die Bodensee-S-Bahn-Initiative vorgestellt und hierbei die "Bahn-Pioniere" Österreich, Schweiz und Italien mit dem "Bahn-Entwicklungsland" Deutschland verglichen.

 

Hier gibt es seine Präsentation zum Download (4,0 MB):

> 2016-12-02_Bodensee-S-Bahn.pdf

 

Und hier finden Sie das Positionspapier der Häfler Grünen (90 kB):
> 2016-12-03_Mobilitaet_2030.pdf

 

 

 

Martin Hahn stellt den Koalitionsvertrag vor

Im Rahmen des "Grünen Punkts" im Mai hat der Landtagsabgeordnete Martin Hahn den Zuhörern den grün-schwarzen Koalitionsvertrag vorgestellt. Sei die CDU bislang im "Stadion auf der anderen Seite gestanden", müsse man sich jetzt zusammenraufen. Zentrales Thema für Hahn ist das Dreieck aus Landwirtschaft - Naturschutz - Touristik, das durch den neuen Zuschnitt der Ministerien nicht mehr so ausgewogen ist. Aber es gebe nirgendwo eine Rolle rückwärts, betont Hahn. Die wichtigsten Punkte: Schuldenbremse wird eingehalten, Polizeireform mit 1500 neuen Stellen, Digitalisierung wird mit 320 Mio Euro vorangetrieben, Gymnasien: keine Wahlfreiheit zwischen G8 und G9, Gemeinschaftsschulen können weiterhin beantragt werden, Windkraft: 1000m Abstand zu bewohnten Gebieten. Die anchöießenden Fragen aus der Zuhörerschaft bezogen sich i.W. auf Bürgerbeteiligung und TTIP.

Grüne besuchen Solidarische Landwirtschaft in Raderach

Häfler Grüne favorisieren die Ampel

Die Häfler Grünen rufen CDU, SPD und FDP dazu auf, die richtigen Konsequenzen aus dem Wahlergebnis vom Sonntag ziehen. Sonst bestehe die Gefahr, dass die Partei der Protestwähler weiter an Zulauf gewinnt. „Die Haltung der FDP, eine Ampel-Koalition mit Grünen und SPD kategorisch auszuschließen, halten wir für unklug und zeugt von wenig demokratischem Geist“, meinen die Häfler Grünen. Nichts spräche dagegen, wenn Parteien vor der Wahl Wunschpartner zum Regieren benennen. Wenn aber der Wähler keines der beiden klassischen Lager – grün-rot auf der einen, schwarz-gelb auf der anderen Seite – mit einer regierungsfähigen Mehrheit ausstattet, müssten demokratische Parteien nach dem Prinzip des kleinsten gemeinsamen Nenners in der Lage sein, mit jeder anderen regierungsfähigen Partei Gespräche über eine Koalition zu führen. Alles andere helfe nur den Kräften, die die Demokratie schwächen.

Historischer Wahlerfolg für die Grünen

32 Prozent der Häfler Wählerinnen und Wähler haben den Grünen ihr Vertrauen geschenkt. "Dies ist ein großartiger Erfolg", sagt Ortsvorsitzende Alina Zimmermann. Die Häfler Grünen wollen verantwortungsvoll mit dem Wählervotum umgehen und die Politik des Gehörtwerdens weiter umsetzen. "Dies gilt auch für AfD-Wähler, die wir gerne davon überzeugen wollen, dass Intoleranz keine Lösung ist, sondern die Quelle vieler Probleme", betonen die Grünen.

 

Das Ergebnis spiegle den Wunsch der Baden-Württemberger wieder, dass Winfried Kretschmann weitere fünf Jahre Ministerpräsident bleibt. Es sei aber auch der Lohn für eine konstruktive, an der Sache orientierten Politik der Grünen, sowohl auf Landesebene als auch im Kreistag und im Gemeinderat. "Wir erwarten nun, dass SPD, CDU und FDP diesen Wählerwillen respektieren und zu konstruktiven Sondierungsgesprächen für die Bildung einer Regierungskoalition mit Kretschmann als Ministerpräsident offen sind", sagen die Grünen.

Toleranzgrenze überschritten

Der Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Alb-Donau hat behauptet, er sehe heute „eine gewisse Einschränkung der Meinungsfreiheit“ und vergleicht dies mit den Zeiten der Nazi-Diktatur, in denen Menschen wie die Geschwister Scholl in Deutschland eine Meinungsäußerung mit dem Leben bezahlen mussten. „Diese Art der Geschichtsklitterung ist für uns unerträglich“, sagt Matthias Klemm, Ortsvorsitzender der Grünen in Friedrichshafen.

 

 

Meinungs- und Pressefreiheit seien kostbarste Güter der heutigen Demokratie. Das Klima der Intoleranz, das die AfD verbreite, berge hingegen das Potential für die Beschneidung freiheitlich demokratischer Errungenschaften. Dies zeige sich an europäischen Staaten, in denen nationale Strömungen Oberwasser bekommen hätten. In Ungarn sei dies die staatliche Kontrolle der Medien, in Polen das Aufweichen der Gewaltenteilung durch die Gleichschaltung der Justiz. „Dies ist das wahre Gesicht der AfD: Sie fährt auf dem Trittbrett der Demokratie und wäre letztlich bereit, an deren Grundpfeilern zu rütteln“, warnen die Häfler Grünen.

Eine Demokratie könne und müsse viel aushalten. „Aber unsere Toleranz hat dort ihre Grenzen, wo Rechtspopulisten andere Menschen in ihren Grundrechten einengen wollen“, meint Klemm. So seien die Erwägung eines Schießbefehls an der europäischen Außengrenze, die Verbreitung von Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen und Migranten, die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften nicht vereinbar mit der in Artikel 1 des Grundgesetzes garantierten Würde des Menschen. Auch die Leugnung des menschengemachten Klimawandels nehme potentiell die Bedrohung vieler Menschenleben und die Erhöhung des Migrationsdruckes in Kauf. Und Pressefreiheit bedeute Freiheit der Redaktionen, selbst zu entscheiden, welche Meinungsäußerungen sie veröffentlichen.

„Die Wiedererstarkung nationaler Strömungen in Europa gefährdet den Geist der Freiheit und Offenheit, um den Europa hart ringen musste und der uns Frieden und Wohlstand sichert“, betont Klemm. So sehr man nachvollziehen könne, dass Demokratie nicht immer einfach sei und auch transparenter gemacht werden müsse, so sehr müsse man auch anerkennen, dass das Ringen um Kompromisse und der sachlich kompetente politische Diskurs der einzige Weg seien, um die Probleme dieser Zeit zu lösen. „Insofern können wir nicht nachvollziehen, warum offenbar so viele Menschen den Parolen der AfD folgen“, sagt Klemm und ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich mit den Aussagen der Parteien kritisch auseinanderzusetzen und am 13. März die Demokratie zu stärken.

 

 

 

Ministerpräsident Kretschmann wirbt im bis auf den letzten Platz besetzten GZH-Saal für Stimmen in Friedrichshafen

Ortsvorstand neu aufgestellt

Der Ortsverband der Grünen in Friedrichshafen hat sich im beginnenden Landtagswahlkampf personell neu aufgestellt. Die bislang amtierende zweite Vorsitzende, Manuela Hänsch, hat im Rahmen unserer Mitgliederversammlung erklärt, dass sie einem möglichen Konflikt zwischen ihrer neuen Anstellung bei der Stadt Friedrichshafen und dem Amt bei den Grünen aus dem Weg gehen möchte und den Vorsitz zur Verfügung stellt. An ihre Stelle wurde der bisherige Schriftführer Matthias Klemm gewählt, der das Amt des Vorsitzenden bereits zwischen 2007 und 2014 innehatte. Gemeinsam mit der ersten Vorsitzenden, ZU-Studentin Alina Zimmermann, nimmt die neue Doppelspitze die Aufgaben wahr, die im Zusammenhang mit der Landtagswahl und auch darüber hinaus entstehen. Neu im Häfler Grünen-Vorstand ist Odette Lassonczyk aus Kluftern. Sie wurde ohne Gegenstimme von den Mitgliedern gewählt und wird den Ortsvorstand in der Funktion einer Beisitzerin untersützen.

Neujahrsempfang mit Fritz Kuhn

Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen lädt am Sonntag, 24. Januar, zum Neujahrsempfang mit Getränken und Snacks ein. Zu Gast im Gemeindepsychiatrischen Zentrum Friedrichshafen (GPZ), Paulinenstraße 12, ist der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Beginn des Neujahrsempfangs ist um 11 Uhr. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger des Bodenseekreises. Unser Landtagsabgeordneter Martin Hahn wird die Gäste begrüßen.

 

Im Anschluss an den Neujahrsempfang treffen sich Mitglieder des Häfler Ortsverbandes und Interessierte zu einer Mitgliederversammlung mit der Nachwahl eines Ortsvorstandes und organisatorischen Fragen zum Landtagswahlkampf.

Klimaabkommen: Grüne fordern zum Handeln auf

Die Weltklimakonferenz in Paris hat ein Abkommen beschlossen, dem alle 195 Staaten zugestimmt haben. Darin wird die Absicht bekundet, die Erderwärmung durch den menschengemachten Klimawandel auf 1,5 bis maximal zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Der Ortsverband von Bündnis90 / Die Grünen begrüßt diesen Verhandlungserfolg. „Zwanzig Jahre lang wurde auf den Weltklimatagungen nur heiße Luft produziert, in Paris wurde Historisches geleistet“, meint Matthias Klemm vom Ortsvorstand der Häfler Grünen.

 

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Die Grünen mahnen internationales Klimaabkommen an

Vom 28. November bis 7. Dezember treffen sich in Paris die UN-Staaten zur 27. Weltklimakonferenz. Die Grünen haben aus diesem Anlass einen „Klimaherbst 2015“ ausgerufen und weisen unter dem Motto „Es gibt keinen Planet B“ deutschlandweit auf die Bedeutung des Pariser Gipfels hin. Auch die Häfler Grünen beteiligen sich mit einem Infostand zur Marktzeit an den Aktionen. „Es ist uns ein Anliegen, der Bevölkerung ins Bewusstsein zu rufen, dass es in Sachen Klimaerwärmung fünf nach zwölf ist“, sagt der Atmosphärenphysiker Matthias Klemm, der auch Mitglied im Ortsvorstand der Grünen ist.

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Häfler Grüne widersprechen CDU-Landtagskandidatin

Die Häfler Grünen befürworten den Ausbau der Windkraft auch in der Region Bodensee-Oberschwaben. Die Energiewende müsse mit Blick auf zukünftige Versorgungssicherheit und zur Eindämmung des Klimawandels konsequent umgesetzt werden. Jede Region müsse ernsthaft prüfen, welchen Beitrag sie leisten kann. Der Energie-Kompromiss, den die Bundesregierung am 2. Juli beschlossen hat, sei ein herber Rückschlag für den Klimaschutz. Es zeige sich erneut, dass die Bekundungen zur Reduktion der Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 ein reines Lippenbekenntnis von CDU, CSU und SPD seien. Maßnahmen zur Abkehr von nichtregenerativen Energieträgern wie Kohle und Uran würden von der Bundesregierung bestenfalls halbherzig angegangen.

 

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> Unterlagen zum Thema Windenergie am Bodensee

Modelle für eine sinnvolle Bürgerbeteiligung

Am 08. Mai fand das monatliche Treffen der Häfler Grünen statt. Der "Grüne Punkt" hatte diesmal Bürgerbeteiligung als Thema, ein wichtiges Anliegen der Grünen, denn direktdemokratische Prozesse und informelle Beteiligungsverfahren nehmen trotz sinkender Wahlbeteiligung und steigender Politikverdrossenheit stetig zu. Viele Bürger haben erkannt, dass sie sich einmischen müssen, damit Politik im Dienste der Wähler steht. Antworten gab Katharina Große, Expertin der Zeppelin Universität. Sie informierte ausführlich über Bürgerbeteiligung und deren Instrumente sowie Beispiele um Bürgerbeteiligung effektiv umzusetzen. "Friedrichshafen besitzt mit 'Sag`s doch' bereits ein gutes Instrument der Bürgerbeteiligung", sagt Große. Es sollten jedoch Vereinfachungen beim Zugang zu öffentlichen Informationen, wie Bebauungsplänen, erfolgen. Hier wäre ein einfacher Online-Zugang für die Bürger, wie es in anderen Städten schon länger üblich ist, wünschenswert.