Bernd Stecher

Seit einem Vierteljahrhundert lebe ich in Meersburg. Meine beiden Kinder sind hier geboren und groß geworden. Grünes Denken bestimmt seit langem mein Leben. Unsere Umwelt ist ein wertvolles Gut mit dem wir alle verantwortungsbewusst und pfleglich umgehen sollten. Denn nur so erhalten wir für uns und alle zukünftigen Generationen eine gute Lebensqualität.


Verkehr

Eine deutlich bessere Erschließung der Stadt und ihrer Teilorte durch den öffentlichen Verkehr ist notwendig. Ein Stadtbus, der auch außerhalb der Saison fährt und seinen Namen verdient, der den Pendlern nützt und die Stadt verknüpft. Ein funktionierender Bus sollte eine echte Alternative zum Auto bieten. Nur dadurch wird es möglich sein, den Autoverkehr wirksam zu reduzieren. Darüber hinaus sollten alternative Konzepte wie z.B. Mitfahrbänke entwickelt werden. Für einen besseren Ausbau des ÖV ist es auch notwendig mit den umliegenden Gemeinden gemeinsame Konzepte zu erarbeiten.


Statt den Autoverkehr weiter zu bevorzugen sind Ideen und Konzepte zur Förderung des Fahrradverkehrs in der Stadt gefragt; z.B. ein Radweg von der Unter- zur Oberstadt innerhalb der Serpentine.




Tourismus

Meersburg lebt vom Tourismus. Ohne diesen könnte die Stadt nicht die Infrastruktur bieten die sie hat. Aber ein Tourismus der dazu führt, die Stadt zu einer unbelebten Kulisse zu machen, ist sicher nicht im Sinne der Bürger. Statt eines ungezügelten Tagestourismus ist ein nachhaltiger und auch qualitativ hochwertiger Tourismus nötig.


Altstadt

Eine lebendige und bewohnte Altstadt ist essentiell für die Tourismusstadt Meersburg. Denn nur eine lebendige Altstadt ist auf Dauer für Touristen attraktiv. Eine vollkommen fahrzeugfreie Altstadt wird eine Utopie bleiben, solange es dort Restaurants und Geschäfte gibt, denn diese müssen mit allem Notwendigen beliefert werden. Es sind Ideen und Konzepte gefragt diese Bewegungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Es sind Ideen und Konzepte gefragt, die den Lieferverkehr und die Anfahrt von Touristen bündeln. Die Unterbringung der Fahrzeuge der Bewohner in quartiersnahen Garagen/Parkhäusern, ein besserer ÖV, die Verbindung von Unter- und Oberstadt durch einen Aufzug können zur Lösung beitragen. Durch die Schaffung von Wohnraum in leerstehenden Gebäuden/Gebäudeteilen wie z.B. der Greth wird die Unterstadt weiter belebt.


Schule und Kita

Meersburg hat sich für eine Stadt dieser Größe zu einem hervorragenden Schulstandort entwickelt. Mit der Gemeinschaftsschule und dem Droste-Hülshoff-Gymnasium ist es in Meersburg möglich, sämtliche Schulabschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur zu erreichen. Dies zu pflegen und zu fördern ist ein wichtiges Merkmal für den Zuzug junger Familien.

Auch im Bereich der vorschulischen pädagogischen Betreuung ist Meersburg sehr gut aufgestellt, mit einem sehr gut ausgestatteten Kindergarten, mit Betreuung der unter Dreijährigen und dem Familientreff, der seit vielen Jahren ein wichtiger Baustein für Familien in Meersburg ist. Bei den Zahlungen der Eltern muss ein sozial angepasstes Gebührensystem eingeführt werden.


Leben in der Stadt

Meersburg ist eine kleine und überschaubare Stadt in der man sich kennt. Dies weiter zu fördern ist mir ein wichtiges Anliegen. Die Schaffung von Orten und Plätzen in den Quartieren an denen sich Nachbarn gerne treffen um sich auszutauschen. Hierbei sollen die Anwohner einbezogen werden, damit die Plätze auch genutzt und gepflegt werden. Der Austausch und die Begegnung sind nicht nur in den Vereinen oder auf den großen Festen der Stadt wichtig – sondern auch im Alltäglichen über die Grenzen fester Strukturen hinweg.

Die Vereine sind in allen ihren Facetten ein wichtiger Baustein der Gesellschaft einer Stadt. Diese Struktur muss erhalten und gefördert werden. Ein Mehr­generationenhaus ist zur Förderung der sozialen Struktur in der Stadt not­wendig.


Energie

Die Energiewende ist unabdingbar.

Bei der Förderung erneuerbarer Energien und Nutzung moderner Speicher­technologien, z.B. Herstellung von Wasser­stoff durch Solaranlagen und anschließender Bedarfsnutzung mit Brennstoffzellen, sollte die Stadt eine Vorreiterrolle einnehmen. Wir müssen weg von der Ausbeutung fossiler Energie­träger.

Für mehr Grüne Gedanken und dafür, dass unsere Kinder eine Zukunft haben.

Dafür möchte ich im Meersburger Gemeinderat stehen.