Christine Ludwig

Ideen und Ziele für den Rat habe ich viele. Als Geografin, ehemalige Geschäftsfrau und Netzwerkmanagerin liegen meine Schwerpunkte auf den Themen: Planung, Stadtentwicklung, Tourismus, Stadtmarketing, Haushalt, Wirtschaft und Naturschutz. Hier nun ein paar Ansätze:


Das erfolgreiche Meersburg

  • Vernetzung: Längst weiß man, welch wichtige und nachhaltige Standortfaktoren entstehen können durch die Möglichkeiten, die in regionalen Kooperationen, regionaler Infrastruktur, regionalen Verkehrslösungen und einem regionalen Arbeitskräfteangebot liegen: kooperierende Betriebe, Netzwerke zwischen Unternehmen und Verwaltung, regionale Wirtschaftskreisläufe. Ich möchte einen starken GVV. Weitere Vernetzung der Gemeinden und Städte unserer Region könnte viele Vorteile bringen: z.B. für den Tourismus der Bodenseeregion mit ihren unverwechselbaren Besonderheiten oder für die Landwirtschaft, um regionale Wertschöpfungsketten zu stärken, für die Vermarktung regionaler Produkte oder für Wirtschaftsförderung und Standortmarketing.

  • Flächenmanagement: Kommunale Wirtschaftspolitik hat viel mit Flächen zu tun: Flächen werden gebraucht, damit bestehende Betriebe erweitern oder sich neue Betriebe ansiedeln können. Wir GRÜNE wollen, dass der Flächenverbrauch hierfür minimiert wird. Das wird möglich über eine kluge Planung und Flächenpolitik, bei der Gewerbeflächen als Gewerbeflächen erhalten werden. Neue Siedlungs- und Gewerbeflächen sollen meiner Auffassung nach nur dann ausgewiesen werden, wenn diese die vorhandene Infrastruktur weiterentwickeln und wenn kommunale Ziele anders nicht erreicht werden können.

  • Tourismuswirtschaft: ist auf eine intakte Umwelt angewiesen. Ein Gütesiegel für CO2-armes Reisen wäre ein guter Ansatzpunkt, um Qualitätsstandards auszubauen. Die Feriengäste sollten möglichst nicht mit dem eigenen Auto anreisen. Hier gilt es Anreize zu schaffen. Unsere Gäste sollten eine ökologische Infrastruktur nutzen, also zum Beispiel Fahrräder oder E-Autos mieten können. Es sollten Ladestationen für Räder und E-Autos vorhanden sein und Feriengäste, die Kurtaxe bezahlen, sollten den ÖPNV frei benutzen können. Wenn Feriengäste doch mit dem eigenen Auto anreisen, dann sollte man für die Altstadt das Einchecken am Parkplatz und einen gebündelten Transport zu den Hotels oder Ferienwohnungen anbieten.

  • Anlieferverkehr: Weil Lieferverkehr immer weiter zunimmt, befürworte ich emissionsfreie Antriebe, Lastenrad-Konzepte und die Bündelung der letzten Meile. Ich unterstütze es, dass dafür auch ein Verteilzentrum eingerichtet wird.


Mobilität

Ich denke Verkehrspolitik und Stadtplanung zusammen und unterstütze alle Maßnahmen, die Verkehr in Meersburg reduzieren und dazu führen, dass sich tägliche Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen lassen. Ein attraktives Mobilitäts-Angebot soll Feriengäste und Einheimische zum Umsteigen bewegen. Weitgehend emissionsfrei unterwegs zu sein trägt mit dazu bei, dass in der gesamten Stadt der Lärm reduziert, die Luftqualität verbessert und öffentlicher Raum für Menschen gewonnen werden.


Kommunale Finanzen – zukunftsfest wirtschaften

Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts. Meersburg braucht für die wichtigen Aufgaben, die es erfüllen muss und will, auch die finanziellen Mittel. Kinderbetreuung, Ganztagesschulen, Teilhabe von Menschen mit Behinderung, sozialer Wohnungsbau, bezahlbare Wohnungen oder auch ein guter Nahverkehr (Pendelbus, Bürgermobil) sind Beispiele für Zukunftsaufgaben, die Meersburg finanzieren muss. Ab dem Jahr 2020 gilt die Schuldenbremse, ab dem Jahr 2022 ist ein konsolidierter Gesamtabschluss zu erstellen (- hierfür werden die Jahresabschlüsse von Kernverwaltung und Auslagerungen wie Wasserwerk und Meersburg-Therme zusammengefasst). Es wird für Meersburg deshalb noch wichtiger Prioritäten zu setzen. Ich werde darauf achten, dass keine Belastungen in die Zukunft verschoben werden. Dazu gehört es, die implizite Verschuldung abzubauen, also versäumte Sanierungen und Instandhaltungen nachzuholen. Gebäude, Straßen, Wasser und Abwasserleitungen müssen laufend instand gehalten werden.

Meersburg muss nachhaltig wirtschaften. Bei einem Bauprojekt beispielsweise müssen die Folgekosten (Total Cost of Ownership) konsequent berücksichtigt werden, auch um Energieeinsparungen ökonomisch darzustellen. Und weil sich die Bevölkerungsstruktur verändert, ist es wichtig Gebäude so zu konzipieren, dass sie nicht nur dem heutigen Zweck dienen, sondern auch umgewidmet und gemeinschaftlich genutzt werden können.


Ich freue mich über jede Stimme, die GRÜNE Liste erhält, denn mehr GRÜN tut Meersburg gut