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Einleger der GA für den Flyer unseres MdL Martin Hahn

Gesellschaftliche Teilhabe durch digitale Souveränität

Souverän mit Medien und digitalen Angeboten umgehen zu können – das ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden, gerade für uns Ältere. Es ist eine Schlüsselkompetenz in der zunehmend digitalen Welt. Wir Grüne in Baden-Württemberg wollen den Generationenvertrag erneuern und eine Gesellschaft gestalten, die Perspektiven für Jung und Alt bietet.

 

Digitale Weiterbildung für Senioren

Dazu gehört auch die digitale Weiterbildung von Seniorinnen und Senioren. Ältere Menschen sind heute so aktiv wie nie zuvor. Sie engagieren sich in Vereinen und Nachbarschaftshilfen, in der Familienarbeit oder auch in der Kommunalpolitik. Die digitale Medienbildung ist eine Schlüsselqualifikation, die wir alle brauchen werden, lebenslang. Deshalb sind Angebote für, aber auch Mitgestaltung durch Senior*innen erforderlich, damit ein selbstbewusster Umgang mit der Technologie in Zukunft Standard wird und die Digitalisierung die Generationen nicht spaltet, sondern verbindet.

 

Telemedizinische Versorgung

Ein konkretes Beispiel ist die medizinische Versorgung. In naher Zukunft sind Ärzte auch über telemedizinische Versorgungszentren ihren Patient*innen nahe. Das erste Zentrum entsteht bereits Anfang 2021 in Steißlingen im Kreis Konstanz. Es richtet sich an Bluthochdruck-Patienten über 65 Jahren und soll die medizinische Versorgung im ländlichen Raum verbessern.

 

Medienkompetente Senioren

Medienkompetenz als Teil des digitalen Lernens ist heute üblicher Teil der politischen Bildung. Nur wer sich kompetent in der immer komplexeren Medienlandschaft bewegt, kann „Fake News“ erkennen. Digitale Kommunikation schafft neue Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Die Corona-Krise hat es uns nachdrücklich verdeutlicht: Dank digitaler Medien sind sich Menschen trotz Lockdown nah. Digitale Souveränität bietet gerade uns älteren Menschen neue Chancen der gesellschaftlichen Teilhabe.

 

Gesellschaftliche Teilhabe auch ohne Digitalisierung

Wir wollen aber auch Menschen, die aufgrund ihres Alters mit digitalen Medien nicht vertraut sind, bezüglich der gesellschaftlichen Teilhabe im Blick behalten und mit entsprechend angepassten Angeboten unterstützen. Mit Bündnis90/Die Grünen sind wir dabei.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis

Bauen ist viel mehr als nur vier Wände. Identitätsstiftende und ansprechende Orte, an denen man sich wohlfühlt, machen Quartiere menschenfreundlich. Ob eine Gemeinde lebendig ist, zeigt sich auch daran, wie viele 80-jährige daheim leben und am örtlichen Leben teilhaben können.

 

Mehrgenerationenhäuser
Unsere Gesellschaft ändert sich, und mit ihr die Wohnbedürfnisse. Der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum steigt ebenso wie der Bedarf an neuen gemeinschaftlichen Wohnformen. Wo immer Menschen mehrerer Generationen zusammenleben wollen, werden wir sie unterstützen. Dies fördert nicht nur den Zusammenhalt, sondern wirkt auch vielen Problemen der modernen Gesellschaft entgegen. Daneben wollen wir auch Mehrgenerationenhäuser in den Quartieren fördern, so wie wir es in der Landesstrategie „Quartier 2030“ erarbeitet haben.

 

Barrierefreiheit
Barrierefreiheit erleichtert das Wohnen im Alter. Daher wollen wir das „Landeskompetenzzentrum Barrierefreiheit“ ausweiten und für das Thema „Wohnen im Alter“ öffnen. Wir unterstützen Städte und Gemeinden, die sich bemühen, das Qualitätssiegel „Age-friendly City“ (Altersfreundliche Stadt) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erlangen.

 

Für faire Mieten
Wohnen muß klimaneutral und für alle Menschen bezahlbar sein. Dafür wollen wir die Wohngemeinnützigkeit wieder einführen und gemeinwohlorienierte Träger, insbesondere auch Genossenschaften, fördern, die die sozialen und ökologischen Aspekte in den Mittelpunkt stellen. Das heißt für uns auch mehr bauliche Verdichtung und mehr urbanes Grün!

 

Für lebendige Ortsmitten und Stadtviertel
Bis 2030 wollen wir 1500 zusätzliche lebendige und verkehrsberuhigte Orts- und Quartiermitten schaffen. Dazu zählen autofreie Zonen, Shared Spaces oder Begegnungszonen. Sie steigern die Aufenthalts- und Lebensqualität in den Dörfern und Städten, werten den öffentlichen Raum auf und machen die Straße zum Lebensraum für alle. Der Durchgangsverkehr soll aus den Wohngebieten zurückgedrängt werden.

 

Wohnen ist also mehr als nur eine Adresse zu haben. Wohnen bedeutet, ein Zuhause zu haben und eingebunden zu sein in eine Gemeinschaft.
 

Unsere Ideen zur Mobilität

Mobilität ist ein Ausdruck von Freiheit, Selbstbestimmung und Teilhabe. Diese Werte sind nicht nur für die jüngeren Generationen von großer Bedeutung; sie spielen insbesondere bei der älteren Generation eine zunehmend größere Rolle, wenn aufgrund von körperlichen Einschränkungen der Bedarf am ÖPNV wächst. Die Forderung nach dieser modernen Form der Mobilität ist zudem nachhaltig und klimagerecht.

 

Die dafür nötige Wende in der Verkehrsplanung erreichen wir durch die Förderung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln und die gleichzeitige Ablösung von konventionellen Antrieben. Dazu gehört eine Investitionsoffensive in klimaneutrale Fahrzeuge und Infrastruktur. Ein intelligentes Lademanagement soll die Energie- und Mobilitätswende verzahnen und die Erneuerbaren Energien optimal nutzen.

 

Lokale Klimamobilitätspläne sollen die Erreichung der Klimaschutzziele ermöglichen und zugleich die Kommunen attraktiver gestalten. Wir wollen eine konsequente Förderung von Innovationen in den öffentlichen Verkehr. Der ÖPNV von morgen ist flexibel, bedarfsorientiert, zuverlässig, preisgünstig und barrierefrei. Er soll mit neuen Angeboten („Rufbusse“) ergänzt werden. Ein günstiges Jahresticket soll den ÖPNV für alle attraktiv machen.

 

Ein Ausbau des ÖPNV mit gleichzeitiger Reduktion der Verkehrsverbünde wird die Attraktivität des neuen Mobilitätskonzepts erhöhen und den PKW- und Lieferverkehr um ein Drittel senken. Damit machen wir Platz für den ÖPNV, Fahrräder und Fußgänger und fördern damit auch lebensfreundliche Städte. Der nicht-motorisierte Verkehr soll in unseren Städten Priorität bekommen und es sollen vermehrt verkehrsberuhigte Begegnungszonen eingerichtet werden.

 

Wir wollen gute, sichere und für die Anwohner leise Straßen. Da unser Land ein gut ausgebautes Straßennetz hat, wollen wir keine neuen Autobahnen und Bundesstraßen. Unsere Verkehrspolitik soll der Qualität, der Sicherheit (Tempolimit) und dem Umbau für klimaneutrale Verkehrsmittel Vorrang geben.

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